Schon seit Ende des 2. Weltkriegs ist Monte Cassino eine internationale
Begegnungsstätte für Überlebende dieser verheerenden
Schlacht und für die Angehörigen der Gefallenen. Aber auch
zur Mahnung an die grausamen Schrecken eines Krieges dient der Ort.
Täglich kommen Hunderte von Besucher nach Monte Cassino. Die
wenigen Überlebenden, Kriegsveteranen, die Angehörigen der
Gefallenen und interessierte Menschen aus aller Welt treffen sich
hier. Längst sind aus den Feinden von einst Freunde und
Gleichgesinnte geworden. Zu den Gedenkfeiern treffen sich viele
tausend Menschen aus allen beteiligten Nationen zum stillen Gedenken
der fürchterlichen Schlacht.
Kein anderer europäischer Kriegsschauplatz des zweiten Weltkriegs ist
somit besser als internationale Begegnungsstätte geeignet.
Zentral zwischen den ebenfalls geschichtshistorisch bedeutsamen Orten
wie Pompeji und Rom gelegen, bietet die gewachsene touristische
Struktur in der reizvollen Landschaft Monte Cassinos einen idealen
Ausgangspunkt für Exkursionen in die Geschichte Europas.
Am 18. Mai 2009 finden im italienischen Cassino die Feierlichkeiten zum 65jährigen Gedenken der Schlacht um Cassino statt. Die noch lebenden Veteranen der über dreißig Nationen der Welt, die Mittelitalien beiderseits der Gustav-Linie 1942/43 fast sechs Monate lang gegeneinander kämpften, werden aufgerufen, sich an diesem Versöhnungs- und Gedenktreffen zu beteiligen.
Gleichfalls ist die Jugend dieser Nationen mit der Jugend der ganzen Welt aufgerufen, diesen Ort der wohl schrecklichsten und größten Völkerschlacht des zweiten Weltkriegs nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der heilige Vater Papst Benedikt XVI möge sich nach dem Wunsche der Überlebenden beteiligen. Hier, an der Stätte des Wirkens seines Namenspatrons am Fuße des Montecassino Klosters, soll Papst Benedikt XVI die Botschaft um Frieden an alle Menschen der Welt verkünden. So wie es der Name PAX aussagt, der in großen Lettern die Eingangspforte des Klosters zierte. Das heute wiederauf- gebaute älteste Benediktinerkloster der Welt, das einst Benedikt von Nursia beherbergte, wurde in der Monte Cassino Schlacht vollständig zerstört.
Die Stadt Cassino und die italienische Landesverwaltung in Rom werden ihrerseits alle Städte und Orte im Bereich der im Kriege umkämpften Gustav-Linie zusammenrufen. Gemeinsam mit den Kriegsveteranen und der Jugend der Welt soll an den Kriegsgräberstätten der über 100.000 Gefallenen gemeinsam der Toten gedacht werden. Hier am Ort der schrecklichsten Völkerschlacht des zweiten Weltkriegs sollen sich einstige Gegner aneinander kennen und verstehen lernen. Die Jugend dieser Welt soll den Irrsinn eines Kriegs begreifen lernen und die Erinnerung an das grausame Geschehen wach halten, um nach- folgende Generationen vor den Schrecken eines Krieges zu bewahren.