Die Ziele der Monte Cassino Stiftung

Die Monte Cassino Stiftung will erreichen, dass die Soldatenfriedhöfe am Monte Cassino über die Generationen hinaus als Mahnmal gegen den Krieg dauerhaft erhalten bleibt. Das damalige Geschehen darf auch bei den nachfolgenden Generationen nicht in Vergessenheit geraten. An keiner Schlacht im 2. Weltkrieg waren so viele Nationen beteiligt wie an der um den Monte Cassino. Kaum ein anderer Ort eignet sich deshalb besser als internationales Mahnmal gegen den Krieg und zum Gedenken der Opfer, gleich welcher Nationalität und gleich auf welcher Seite sie standen. Zentral zwischen zum Weltkulturerbe zählenden Orten wie Pompeji und Rom gelegen, bietet sich Cassino als Exkursionsziel nicht nur für Schulklassen geradezu an.

Schon in diesem Jahr sollen sich von der Monte Cassino Stiftung organisiert und unterstützt erstmals Jugendliche aus Deutschland, Polen und Italien in Monte Cassino treffen. An den Gräbern der über 107.000 gefallenen Soldaten aus 32 Nationen sollen die Jugendlichen zusammenfinden und sich gemeinsam mit der Geschichte und dem Irrsinn eines Krieges auseinandersetzen. Die Jugend der einst verfeindeten Länder wird sich pädagogisch vom Bund deutscher Kriegsgräberfürsorge geführt einigen Aufgaben der Friedhofspflege stellen. Gemeinsam sollen sie über die Gräber hinaus zusammenfinden, sich austauschen und Aufgaben meistern. Der vorangestellte Besuch im Museum Historale wird durch die modernen Multi-Media-Präsentationen die Schülerinnen und Schüler nachhaltig über den Kriegsverlauf und insbesondere über die Schlacht um Monte Cassino aufklären. In großer Gesprächsrunde werden trotz der verschiedenen Sprachen die jeweiligen Sichtweisen und die persönlichen Eindrücke zur Diskussion gestellt. Über die Bewältigung der Vergangenheit werden die jungen Menschen in dieser gemeinsamen Gegenwart über die Zukunft sprechen. Das persönlich und gemeinsam Erlebte dieser Reisen wird das Zusammengehörigkeitsgefühl prägen, das gegenseitige Verständnis fördern und die junge Generation zusammenführen.

Der ersten geplanten Jugendreise sollen viele weitere, so auch Reisen älterer Generationen, folgen. Über die Gräber der Weltkriegsgefallenen hinaus sollen gerade die zukünftigen Generationen Sorge dafür tragen, das Kriege endgültig Vergangenheit bleiben. Der Besuch in Italien wird über die Auseinandersetzung mit den Weltkriegen hinaus Raum für Reiseerlebnisse schaffen.

Die Monte-Cassino-Stiftung wird auch die Betreuung der verschiedensprachigen täglichen Besucher verbessern. Insbesondere deutschsprachige Angehörige Gefallener und überlebende Veteranen sollen Ansprechpartner erhalten, um sich vor Ort besser informieren und orientieren zu können.